Subnetzmaske
Problem:
Mitte der 80er Jahre wuchs das Problem, dass Routingtabellen immer grösser und komplexer wurden und die Zahl freier IP-Adressen immer weniger . Es gab bis dahin nur Netzeinteilungen nach den Klassen A, B und C, was insbesondere bei kleineren und mittelgrossen Netzwerken extrem ineffizient war. Administratoren waren gezwungen, für kleinere Netzwerke ganze Klasse-C-Netzwerke zu reservieren, während mittelgrosse Unternehmen Klasse-B-Netzwerke benötigten. In diesem Zusammenhang wurden bei solchen Netzwerken die Routing-Tabellen immer komplexer.

Lösung :
Deshalb wurden 1985 im RFC 950 zusätzliche Subnetzdefinitionen festgelegt, um die vorhandenen Klassen in kleinere Subnetze aufteilen zu können. Hierzu wurden sogenannte Subnetzmasken eingerichtet, die die Grösse von Subnetzen definieren. Eine mit einem Schrägstrich einer IP-Adresse angehängten Zahl (siehe nebenstehende Tabelle) gibt dabei an, wieviele Bits der IP-Adresse das Netzwerk definiert.
Wenn Sie z.B. die Kombination 194.77.124. 0/24 (oder auch 194.77.124/24 geschrieben) sehen, ist damit gemeint, dass die restlichen 8 Bits (also das letzte Quad) die Hostadressen definieren und demnach 254 (256 abzüglich der Subnetz- und Broadcast-Adresse) Adressen zur Verfügung stehen. /24 ist also im Prinzip eine andere Bezeichnung für ein Klasse-C-Netzwerk.
Seine Fähigkeiten spielt das Subnetzverfahren jedoch bei kleinen Netzwerken aus, da z.B. 195.212.2.0/29 nur die restlichen 3 Bits für Hostadressen zur Verfügung stehen. Hier lässt sich also, beginnend ab 195.212.2.0, ein Subnetz aus 8 IP-Adressen definieren (von dem zwei wiederum jeweils als Subnetz- und Broadcast-Adresse wegfallen).
Aufteilung |
8 Bit |
8 Bit |
8 Bit |
8 Bit |
= 32 Bits, 4 Bytes |
195 |
212 |
002 |
XXX |
0/ 29 |
8 |
8 |
8 |
5 + 3 |
29 Bits für das Netzwerk |
8 |
16 |
24 |
29 /32 |
3 Bits = 8 Zustände = Subnetz für 8 Rechner |
Um nun einem Rechner mitzuteilen, welche Grösse das Subnetz hat, in dem er sich befindet, gibt es die sogenannte Subnetzmaske (siehe Tabelle). Diese gibt gleichzeitig die Subnetzgrösse und zusammen mit der IP-Adresse das entsprechende Subnetz an.
Geläufige Subnetzmasken:
/8
/9
/10
/11
/12
/13
/14
/15
/16
/17
/18
/19
|
Hostanzahl
1 x 16'777'216
128 x 65'536
64 x 65'536
32 x 65'536
16 x 65'536
8 x 65'536
4 x 65'536
2 x 65'536
1 x 65'536
128 x 256
64 x 256
32 x 256 |
Subnetzmaske
255.0.0.0
255.128.0.0
255.192.0.0
255.224.0.0
255.240.0.0
255.248.0.0
255.252.0.0
255.254.0.0
255.255.0.0
255.255.128.0
255.255.192.0
255.255.224.0 |
|
/20
/21
/22
/23
/24
/25
/26
/27
/28
/29
/30
|
Hostanzahl
16 x 256
8 x 256
4 x 256
2 x 256
256
128
64
32
16
8
4 |
Subnetzmaske
255.255.240.0
255.255.248.0
255.255.252.0
255.255.254.0
255.255.255.0
255.255.255.128
255.255.255.192
255.255.255.224
255.255.255.240
255.255.255.248
255.255.255.252 |
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